Ein sehr guter Start für eine Hamburgtour ist der Hauptbahnhof. Vom Hauptbahnhof geht’s am Besten über die Mönckebergstrasse (= Hamburg’s bekannteste Einkaufsstrasse; liebevoll “Mö” genannt) an der St. Petri Kirche vorbei bis zum Rathaus.
Die “Mö” ist einer der nettesten (und saubersten) Einkaufsstrassen auf dennen ich je war… ich hatte absolut keine Lust auf eine Shoppingtour und trotzdem landeten wir in einigen Geschäften und Einkaufspassagen. Das nächste Mal plane ich mir für Hamburg definitiv einen extra Tag für Shopping auf der “Mö” und Umgebung ein.
Die Kirche St. Petri ist die älteste Pfarrkirche in Hamburg – das sieht man Ihr aber nicht wirklich an, schon gar nicht von Innen! Besonders Innen ist die Kirche sehr modern und schlicht eingerichtet, keine Spur von pompösen goldenen Verzierungen. Das eigentliche Highlight ist der Glockenturm! 544 Stufen führen durch die imposante Konstruktion, an den Glocken vorbei, bis ganz hinauf zur Turmspitze in 123m Höhe. Der offene Innenbau aus Metall und Holz sowie die tolle Aussicht auf ganz Hamburg war ein absolutes Highlight für uns und den beschwerlichen Auf- und Abstieg wert. Was man aber auf keinen Fall haben darf ist Höhenangst! Kleiner Tipp: Man sollte den Glockenturm am Besten unter der Woche am Vormittag besteigen, wenn weniger los ist, sonst wird es nämlich eng und teilweise sogar gefährlich. Auf den schmalten Treppen ist es schwierig an anderen Leuten vorbeizukommen und auf der Turmspitze haben gerade mal 3-4 Leute auf einmal Platz!
Das Rathaus war für uns so etwas wie das Zentrum von Hamburg, der große Platz und das riesige Rathaus sollte man bei einem Hamburgbesuch auf keinen Fall auslassen. Eine Führung durch das Rathaus ist interessant und mit Sicherheit eine gut investierte Stunde! Führungen gibt es nicht jeden Tag, also vorher informieren.
Schon mal in einem U-Boot gewesen? Nein? Das kann am Hamburger Hafen geändert werden! Hier steht seit einigen Jahren ein altes russisches U-Boot (U-434, Baujahr: 1976) das mit und ohne Führung besichtigt werden kann. Ich war bereits in San Francisco auf einem Unterseeboot, trotzdem war ich auch diesmal wieder fasziniert von der Enge und Beschaffenheit dieser Metallmonster. Der Eintrittspreis in der Höhne von EUR 8,- ist zwar verhältnismäßig zur kurzen Besuchszeit etwas teuer, aber hey… wann kommt man schon mal auf ein U-Boot?
Auch Schiffe anderer Art darf man am Hamburger Hafen besichtigen… zum Beispiel, das schwimmende Wahrzeichen Hamburgs, die Rickmer Rickmers, in der Nähe der U-Bahnstation Landungsbrücken. Man kann auf dem Deck des 1896 gebauten Seglers herumspazieren und das in den Rumpf integrierte Museum besuchen. Die Besichtigung der Rickmer Rickmers war auch als Nicht-Schiffsinteressierter recht interessant und ist empfehlenswert. Einen Besuch den man sich hingegen sparen kann, ist die Besichtigung der Cap San Diego. Der riesiger Frachter ist zwar von Aussen sehr imposant, doch das Innenleben ist die EUR 7,- teure Eintrittskarte wirklich nicht Wert!
Die Reeperbahn in St. Pauli bei Nacht auf und abzulaufen ist definitiv ein Erlebnis und die vielen Leuchtreklamen machen die Strasse auch in der Nacht teilweise taghell. Partyhungrige Touris kommen hier definitiv auf Ihre Kosten!
Eine weitere Sehenswürdigkeit (besonders für schlechtes Wetter) ist das Automobilmuseum Prototyp. Wir hatten leider keine Zeit uns die Ausstellung anzusehen doch schon der Eingangsbereich und ein kurzer Blick durch ein Fenster auf ein paar Exponate waren sehr beeindruckend. Ich traue mich an dieser Stelle also eine Empfehlung auszusprechen obwohl ich nicht drinnen war… :) Ach ja, gleich gegenüber vom Automobilmuseum befindet sich das Maritim Museum. Ein Besuch der Museen lässt sich übrigends sehr gut mit einem Spaziergang durch die “HafenCity” kombinieren.
Was ist die “HafenCity“? Die “HafenCity” ist eine große Baustelle die 2025 fertiggestellt werden soll. Eine Besichtigung ist nur dann (mehr oder weniger) spektakulär wenn man folgendes weiß: Die “HafenCity” ist im Augenblick das größte Städtebauprojekt in Europa und vergrößert die Hamburger Innenstadt um 40%! Es wird also ein neuer Stadtteil geschaffen der fast so groß ist wie die jetzige Innenstadt. Ein Spaziergang durch die “HafenCity” ist irgendwie beeindruckend, aber es bleibt das was es zurzeit ist… eine Baustelle. Man sollte sich also hier nicht all zu viel erwarten.
Zu guter Letzt noch ein Hoteltipp der besonders geeignet für junge Reisende ist. Die Superbude (Hotel/Hostel/Lounge) ist das witzigste und coolste Hotel in dem ich je war… aber am besten schaut ihr euch die Website (www.superbude.de) an, dann bekommt Ihr schon mal einen Eindruck davon was ich meine! Den Rest muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Zum Hotel an sich: Faire Preise, super nettes Personal und gute Lage. Die U-Bahnstation “Berliner Tor” ist zwar sehr nahe, jedoch nur durch einen Umweg (Bahnunterführung) in ca. 10 Gehminuten erreichbar. In nur zwei U-Bahnstationen ist man dann aber auch schon in der Hamburger Altstadt. Die Wände der Hotelzimmer könnten eventuell etwas dicker sein… während ich diese Zeilen schreibe höre ich immer wieder lautes Lachen aus dem Nebenzimmer, naja. Zumindest ist von der Straße nur ein leichtes Rauschen zu hören.
Ich war bis jetzt in drei deutschen Städten… Berlin, Hamburg und Stuttgart. Hamburg ist meine neue #1! :)
Mehr Bilder von Hamburg gibt’s in der Gallery…

08/01/2011
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