Candylog vs. Serendipity vs. WordPress

Drei Blogsysteme habe ich in den letzten Monaten getestet…

blogsysteme

Candylog (link), Serendipity (link) und WordPress (link)

Candylog: Mein erstes Blogsystem! Nettes, kleines Ding, ohne viel Schnick-Schnack, also eigentlich genau das was ich damals gesucht hatte. Da meine PHP-Kenntnisse leider nicht sehr überragend sind habe ich mir bei der Implementierung etwas schwer getan, auch weil die Anleitung nicht so toll war. Auch User-Forum gibt es keines wo man sich mit anderen Candylog’ern austauschen könnte. Die Weiterentwicklung von Candylog ist seit 2006 eingeschlafen. Ich kann Candylog also nicht wirklich empfehlen. Naja, für mich war es damals ausreichend. Was mir sehr gut gefallen hat, war das leichte einbinden in eine bestehende Seite. Das war wirklich super unkompliziert und lässt sich mit ganz wenigen <include>-Befehlen machen. Umgestiegen bin ich hauptsächlich weil Candylog den Spammern der Welt zu wenig entgegenzusetzen hatte. Es hat zwar einen Spamschutz, der nach IP und bestimmten Wörtern blocken kann, trotzdem schaffte ich es fast jedes Monat auf ca. 20 Spam-Kommentare im Blog. Da es auch keine Sortierfunktion bei Kommentaren gab, war auch das nachträgliche herauslöschen der Spam-Kommentare viel Arbeit. Also bin ich auf Serendipity umgestiegen…

Serendipity: Schnell habe ich festgestellt, was im Internet über Serendipity geschrieben wird, stimmt: Wer einfach nur bloggen will, ohne sich viel herumspielen zu wollen, für den ist Serendipity genau das Richtige! Die Installation ist sehr unkompliziert und gut dokumentiert. Im User-Forum wird einem immer und unheimlich schnell geholfen; dort durfte ich nur positive Erfahrungen sammeln. Ihr seid am Code von Eurem Blogsystem nicht interessiert? Das Ding soll einfach nur funktionieren? Noch ein Grund für Serendipity! Die Adminoberfläche gibt nur das Nötigste her und überfordert nicht. Sollten die Grundfunktionen nicht ausreichen, lässt es sich mit zahlreichen PlugIns erweitern. Die Kehrseite: Ich bin ein “verspielter Webdesigner” mit großer Liebe zum Detail, jedoch kleinen PHP-Kenntnissen, deswegen habe ich mich gegen Serendipity entschieden. Für mich gab es zu wenige Anpassungsmöglichkeiten! Es gibt zwar viele Themes, jedoch hat mir keines davon wirklich zu 100% gefallen und die Anpassung am Code der Themes war für mich zu umständlich. Auch PlugIns gibt es Viele, jedoch nicht soviele wie bei WordPress mußte ich feststellen. Endstation: WordPress

WordPress: Vielen Leute schimpfen über WordPress; zuviele Updates, da kommt man doch gar nicht mehr hinterher! Zuviele Bugs, etc. Das kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Tolle anpassbare Adminoberfläche! Sehr viele Einstellungen, anfangs etwas zu viele, aber gut sortiert und nach einer Stunde kennt man sich schon sehr gut aus! Im Adminbereich kann man sogar direkt Änderungen im Code aller Seiten und CSS-Dateien vornehmen; seeehr nett! Themes gibt es auch sehr viele und PlugIns en mass. Ein User-Forum gibt es ebenfalls. Der Standardfunktionsumfang ist groß, allerdings nicht so “erschlagend” groß wie man oft im Internet zu lesen bekommt. Im Prinzip kann man mit dem Standardfunktionsumfang auch nicht mehr machen außer zu bloggen, es gibt lediglich mehr Einstellungen. Ich habe einstweilen nur ein einziges PlugIn installiert das dem WYSIWYG-Editor (TinyMCE) etwas mehr Funktionen verleiht. Alles was ich bei Serendipity vermisst habe, hat WordPress on board.

FAZIT: Hände weg von Candylog, sehr nett, jedoch nicht mehr “state of the art”! Serendipity für den Standardblogger und WordPress für die Verspielten!

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